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Warum Crowdfunding-Projekte scheitern

26. September 2014

darum werdne projekte nicht erfolgreich_gimp

Seit Anfang des Jahres ist bw crowd online, 21 Projekte wurden vom bw crowd Team bisher begleitet und stolze 60% der Projekte konnten ihr Finanzierungsziel erreichen. Damit wir auch in Zukunft eine ähnliche Erfolgsquote erreichen, haben wir für euch neuralgische Punkte ausgearbeitet, die zum Scheitern der Projektfinanzierung führen können:

Nie Unterstützer gewesen:
Viele Projektinitiatoren haben selbst nie ein Projekt unterstützt und deshalb den genauen Ablauf einer Crowdfunding-Kampagne oder Finanzierung nicht kennengelernt. Das effektivste Lernmoment für Crowdfunding-Neulinge ist das Unterstützen eines Projektes. Der Initiator kann so verfolgen, welche Faktoren möglicherweise bei anderen Projekten zum Erfolg geführt haben.

Unrealistische Fundingsumme:
Die Fundingsumme ist ein entscheidender Faktor beim Crowdfunding. Je größer die einzusammelnde Summe ist, desto mehr Unterstützer sollten erreicht werden. Nachfolgend ein Blick auf Zahlen, Daten und Fakten der aktuell führenden Crowdfunding-Plattform startnext:

Für Projekte auf startnext gilt sehr häufig die Formel, jeder Besucher der Kampagnenwebseite steht im Durchschnitt für ca. 1 € Fundingsumme. Der Fundingbetrag eines Unterstützers liegt im Durchschnitt bei 35 €. Von 100 Besuchern unterstützen im Durchschnitt ca. drei. Für eine Fundingsumme von 10.000 € sind also etwa 10.000 Seitenbesucher erforderlich bzw. ca. 300 Unterstützer. Beim ersten Projekt sollte man also realistisch kalkulieren. und die Fundingsumme an den Möglichkeiten des eigenen Netzwerks ausrichten.

Laufzeit zu lang:
Crowdfunding ist eine Challenge mit einem klaren Zeitfenster. Nur selten haben Kampagnen signifikant höheren Erfolg, wenn sie über die vollen zwei Monate laufen. Je kürzer die Kampagne, desto mehr Energie kann in die Kommunikation gesteckt werden. Lang laufende Kampagnen werden schnell langweilig, ihnen geht oft die Luft aus und die Crowd wird nicht zum Handeln motiviert. Einige Projektstarter glauben, mehr Zeit bedeutet mehr Geld. Diese Rechnung geht nur selten auf. Eine gute Vorbereitung der Kommunikations- und Werbemaßnahmen vor Start der Kampagne ist eine wichtige Grundlage für große Reichweite in den sozialen und klassischen Medien.

Fehlende direkte Ansprache:
Projektinitiatoren gehen oftmals davon aus, dass die Authentizität ihrer Person oder ihres Teams auch ohne direkte Ansprache im Internet vermittelt werden kann. In anderen Worten: sie erwarten, dass unbekannte Menschen ihnen Vertrauen und Geld schenken.
Um Unterstützer für die eigene Crowdfunding-Kampagne zu gewinnen, muss der Projektinitiator aus dem anonymen Raum heraustreten und sich das Vertrauen der Internetgemeinde erarbeiten. Ein eigenes Projektvideo bzw. Projektbilder sind hierbei äußerst hilfreich.

Zu geringe Kommunikation:
Ein weiterer Irrglaube ist, dass man auf Crowdfunding-Plattformen sein Projekt nur einstellen muss, und der Rest tut sich dann schon von allein. Das mag bei einem von 10.000 Projekten vielleicht zutreffen. Für alle anderen Projekte gilt allerdings: die Bewerbung der eigenen Kampagne während der gesamten Laufzeit ist der zentrale Erfolgsfaktor.
Projektinitiatoren und -teams sollten folglich von Beginn an, im besten Fall schon vor dem Projektstart, ihre Crowd informieren und über Multiplikatoren vergrößern.

Unattraktive Dankeschöns:
Beim Crowdfunding geht es nicht um eine Spendensammelaktion, sondern um Geben und Nehmen. Die Dankeschöns sind die Gegenleistung des Projektinitiators für das Geld der Crowd und sollten deshalb eng mit dem Projektinhalt verbunden sein.
Kampagnen sind immer dann besonders erfolgreich, wenn es gelingt, wenige, besonders exklusive und emotionale Dankeschöns anzubieten.
Wie gehabt, das bw crowd Team unterstützt euch von Beginn an bei der Umsetzung eurer Projektidee!

In Anlehnung an: https://www.startnext.de/blog/Blog-Detailseite/b/7-Gruende-warum-Crowdfunding-Projekte-scheitern-706. Zugriff am 24. September 2014.