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Prominente Landratten unterstützen die Schwimmer/innen vom SV Cannstatt

2. Oktober 2020

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Um dem Nachwuchs des SV Cannstatt eine vereinseigene Möglichkeit zum Workout zu geben, entschied sich der Stuttgarter Verein für die Finanzierung per Crowdfunding.

Den Schwimmverein Cannstatt 1898 e.V. gibt es schon über hundert Jahre und er kann auf eine abwechslungsreiche Sportgeschichte zurückblicken. Das Wasserballteam aus dem Stuttgarter Bezirk Bad Cannstatt gehört zu den Traditionsvereinen der Deutschen Wasserball-Liga. Und 1912 erschwamm Vereinsmitglied Otto Fahr Weltrekorde in 100m und 200m Rücken. Nur zwei Beispiele, die belegen, dass der SV Cannstatt einer der erfolgreichsten Schwimmvereine in Baden-Württemberg ist. Das trifft auch auf den Nachwuchsbereich zu. Die Schwimmerinnen und Schwimmer gehören zu den Besten in ganz Deutschland. Trotzdem fehlte bisher die Möglichkeit auf dem Vereinsgelände ein Fitnesstraining durchzuführen. Ein Calisthenics-Park sollte errichtet werden.

“Das Trocken-Training wird im Leistungs-Schwimmen so wie auch im Profi-Wasserball immer wichtiger. Um künftig auf Top-Niveau mithalten zu können, müssen schon die Kleinsten langsam an das Krafttraining heran geführt werden”, schreibt Initiator Jürgen Kettinger auf der Projektseite. Beim Calisthenics dreht sich alles um Eigengewichtsübungen. Ein entsprechender Park ist mit Stangen in unterschiedlicher Höhe und Position, ähnlich eines Turnrecks, ausgestattet.

Projektverlauf

 

Obwohl der SVC sich über rege Bekanntheit erfreuen kann, standen sie “finanziell mit dem Rücken zur Wand”, wie die Stuttgarter Zeitung zum Start des Sportcrowdfuning-Projekts berichtete. Um den Outdoor-Fitnessbereich zu finanzieren, entschloss man sich über die bw crowd eine Sportcrowdfunding-Kampagne zu starten. Die bw crowd ist speziell für Projekte aus Baden-Württemberg ausgelegt und wird von der BW-Bank unterstützt. Das Crowdfunding-Ziel des SV Cannstatt wurde auf 20.000€ festgelegt. Am Ende wurde das Projekt mit 20.774€ von 185 Supportern erfolgreich finanziert.

Prominente Unterstützung per Videobotschaft

 

Während der Kampagne bekam der SVC viel Unterstützung von prominenten Sportlerinnen und Sportlern, die per Video zum Spenden aufriefen. Darunter fanden sich zum Beispiel Schwimmgrößen wie die Doppelolympiasiegerin Britta Steffen oder Thomas Lurz, der ebenfalls zwei Olympische Medaillen sowie 12 WM-Titel im Freiwasser vorweisen kann. Doch auch sportliche Landratten meldeten sich zu Wort. Fredi Bobic, Sportvorstand vom Fußballverein Eintracht Frankfurt, schickte seine Unterstützung nach Bad Cannstatt. Bobic lernte im Schwimmbad des SVC schwimmen, wie er in der Videobotschaft erzählt. Und auch Ex-Nationalspieler Mario Gomez vom VfB Stuttgart leistete quasi Nachbarschaftshilfe.


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Prominente SVC-Unterstützer, Teil 5: Mario Gomez hat 78 Länderspiele bestritten, die Champions League gewonnen, ist mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister geworden und nun dabei, seinen Herzensclub zum Abschluss seiner großartigen Karriere zurück in die Bundesliga zu führen. Am Montag geht es gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld – wir drücken die Daumen und sagen: Gut Kick 😉 Und bedanken uns ganz herzlich für die Unterstützung unserer Crowdfunding-Aktion. bw-crowd.de/fitness-mombach #wirsindcannstatt#stuttgart#vfb#0711#sport#swim#crowdfunding#gomez#cannstatt#badcannstatt

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Doch alleine damit war es nicht getan. Ein paar Tage vor der Deadline waren gerade mal zwei Drittel der Zielsumme zusammen gekommen. „Wir haben schon alle möglichen Plan B‘s ausgeheckt“, erzählt Projektstarter Jürgen Kettinger. Dann brachte jedoch eine private Spende im vierstelligen Bereich von einem Vater von zwei Mitgliedern der Wasserball-Abteilungen den nötigen Auftrieb. „Dann hat das ganze wieder Fahrt aufgenommen und wir haben es letztendlich doch geschafft“, freut sich Kettinger.

Berichterstattung über Zeitung, Radio und Social Media

 

Die nötige Reichweite wurde nicht nur über die prominenten Sportlern generiert. Auch die Presse berichtete über die Crowdfunding-Kampagne des SV Cannstatt. Neben der Cannstatter Zeitung machte der Radiosender “Die Neue 107.7” auf das Projekt aufmerksam. Doch nicht nur das. Die Neue 107.7 unterstützte den Schwimmverein ebenfalls mit Prämien. So konnte man Song-Wünsche oder ein großes Fanpaket erwerben. Das Highlight war jedoch ein anderes: Die angebotenen Namenspatenschaften für die Kraftgeräte auf dem Calisthenics-Park waren schnell vergriffen. Die Namen der Spenderinnen und Spender werden nun mit einer edlen Plakette an den jeweiligen Geräten befestigt. Am Ende gleichermaßen ausverkauft waren die Wasserball-Badehosen aus der aktuellen Kollektion, die originalen Wasserbälle mit Unterschriften der ersten Mannschaft sowie die Wasserball-Bademäntel, die sonst nur für Mannschaftsspieler vorbehalten sind. Alles was das Wasserballherz begehrt.

Ursprünglich waren noch Aktionen in der Stadt geplant, um zum Beispiel per Flyer auch „Offline-Spender“ zu akquirieren. Diesem Vorhaben machte Corona aber ein Strich durch die Rechnung, sodass man sich mehr auf die Social Media-Kanäle konzentrierte. Auf der Facebook-Seite des SVC wurden fast täglich neue Updates zum Verlauf der Kampagne veröffentlicht. Die Fans waren so immer über den aktuellen Stand im Klaren. Auch die Kinder und Jugendlichen, die schließlich von den Fitnessgeräten profitieren sollen, baten mit einem humorvollen Video um Spenden.

Als feststand, dass die angestrebte Summe erreicht war, ließ ein großer Dankespost nicht lange auf sich warten. Wir wünschen dem SV Cannstatt viel Spaß und Erfolg mit dem neuen Calisthenics-Park!

 

Was du vom Projekt des SV Cannstatt 1898 e.V. für deine nächste Crowdfunding-Aktion lernen kannst:

 

– prominente Unterstützer sorgen für eine größere Reichweite und ein gesteigertes Image der Kampagne

– per Pressemitteilung kann man Zeitungen direkt erreichen und auf das Projekt aufmerksam machen

– regelmäßige Inhalte auf den Social Media-Kanälen sorgen dafür, dass das Interesse an der Kampagne erhalten bleibt

– Nutze deine Crowdfunding-Kampagne, um auch deine eigenen Kommunikationskanäle im Verein auszubauen: Wie wäre es, wenn du z.B. in dem Zuge einen eigenen Newsletter aufbaust?